„Schimmelreiter“-Nachwuchs holt das Triple

22. Mai 2018

Kreispokal. Am Pfingstmontag wurden auf dem Sportplatz des TSV Wittelsberg die diesjährigen Kreispokalendspiele der E- bis C- Junioren ausgetragen. Der VfB 1905 Marburg hatte sich mit den U11-, U13- und U15-Junioren für die Endspiele qualifiziert. In alle drei Partien gingen die jungen „Schimmelreiter“ leicht favorisiert ins Rennen – in allen drei Endspielen geriet man zeitweise ins Wanken. Am Ende konnten sich jedoch alle VfB-Mannschaften durchsetzen.

E-Junioren:
VfB U11 – JFV Stadtallendorf/Ostkreis 2:1

Mit den Ostkreislern, mit denen man sich zudem ein Kopf an Kopfrennen um die Meisterschaft liefert, hatte man den erwartet schweren Gegner vor der Brust. Rein optisch gab es ein kleines Übergewicht für den VfB aber die Spielstrategie der Gäste aus einer guten Defensive über Konter zum Erfolg zu kommen hätte beinahe zum Erfolg geführt. Während sich die VfB-Buben immer wieder vorne fest rannten, sorgten die Konter des Jugendförderverein immer wieder für Gefahr. Mio Gröning konnte schließlich einen Konter zur Führung der Ostkreisler ausnutzen, was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Nach dem Wechsel wurde der Druck des VfB zunehmend größer – die Genauigkeit im Passspiel ließ aber viel Luft nach oben. So führte eine energische Einzelleistung von Timofej Bogun zum umjubelten Ausgleich. Zur tragischen Figur wurde der JFV-Keeper Depeweg. Der Keeper, der eine tolle Leistung bis dahin zeigte, boxte sich kurz vor Ende der Begegnung den Ball zum 2:1-Endstand ins eigene Tor. Somit blieben dem VfB die mögliche Verlängerung und das Sechsmeterschießen erspart.

D-Junioren:
VfB U13 – JFV Ohmtal (Kirchhain) 2:0

Gruppenligadritter gegen Kreisligadritter lautete die Begegnung bei den D-Jugendlichen. Die Gästefans unterstützten ihr Team mit Pauken, Fanfaren und lautstark bis zum Abpfiff. Und die Partie wurde erst spät durch das 2:0 von Asmir Ibrovic entschieden. Über weite Strecken entwickelte sich ein Spiel auf das Tor der Ohmtaler, die es sehr gut verstanden die Räume zu zustellen und mit viel Herz und Leidenschaft die Zweikämpfe zu bestreiten. Die „Schimmelreiter“ wirkten oft hilflos in Ihren Aktionen und präsentierten wenig Spielwitz und Tempowechsel, um die Ohmtaler vor echte Herausforderungen zu stellen. Einzig der spätere Torschütze Asmir Ibrovic zeigte tolle Sololäufe mit stets gefährlichen Hereingaben. Er war es auch, der Levi Debus in der 27. Minute toll freispielte und dieser trocken ins lange Eck zur 1:0-Pausenführung einschob.

Das gleiche Bild zeigte sich im zweiten Durchgang – hoher Ballbesitz für die „Schimmelreiter“ – wenig zwingende Torchancen im Abschluss. Da die Gäste ihre Haltung zunächst nicht änderten schien es beim glanzlosen 1:0-Sieg zu bleiben. Vier Minuten vor dem Ende gab es dann doch die Ausgleichschance für den JFV. Gleich mehrmals brannte es lichterloh – Pfostenschuss, Rettung auf der Linie – bevor der Ball vom Marburger Keeper unter sich begraben wurde. Fast im Gegenzug dann die Entscheidung durch den „Spieler des Spiels“ Asmir Ibrovic.

C-Junioren:
VfB U15 – JFV Stadtallendorf/Ostkreis 2:1

Hessenligist VfB Marburg galt als klarer Favorit gegen den Gruppenligazweiten. Am Ende wurde es wie in den Endspielen zuvor ein knappes Ergebnis. Die Gäste standen sehr tief. Ihr Spiel war auf Konter über ihre schnellen Spitzen ausgelegt. Die VfB Abwehr ließ aber nicht viel anbrennen. Auf der Gegenseite spielte der VfB Marburg auch nur mit einer echten Spitze, sodass wenig Druck auf die Gästeabwehr ausgeübt wurde. Der erste gelungene Angriff über rechts führte gleich zur Führung für den VfB. Joel Bösser war zur Stelle und überwand den Stadtallendorfer Keeper mit einem sehr sehenswerten Kopfballtreffer. Das gab Sicherheit – aber insgesamt wurde zu sehr in die Breite gespielt. Lediglich eine feine Einzelaktion von Finn Ristic, der knapp verzog, war noch nennenswert in der ersten Halbzeit.

Als dem JFV in der 42. Minute ein Eigentor unterlief schien das Spiel für den VfB gelaufen. Mit dem Anschlusstreffer in der 55. Minute kam nochmals ein wenig Spannung auf. Ole Vitt im VfB-Tor war aber stets auf dem Posten. Am Ende setzt sich der VfB nicht unverdient mit 2:1 durch und qualifizierte sich für den Regionalpokal!